Charaktere

Charaktere & Völker

Alessandra

 

Sie ist Prinzessin von Rothwald und Erbin des Thrones der Wolfsherzen. Um ihren Aufgaben gerecht zu werden, wurde die Achtzehnjährige von klein auf nicht nur in allen wesentlichen Dingen erzogen, sondern auch in Politologie und Geschichte unterrichtet sowie im Schwertkampf und in der Kriegsführung ausgebildet. Rechtschaffenheit ist eine der wichtigsten Regeln für die Wolfsherzen. Und so ist auch für Alessandra die Gerechtigkeit eine der wichtigsten Grundregeln.

Wie alle Mitglieder ihres Volkes besitzt sie eine tiefe Verbundenheit mit der Natur, zu den Tieren, insbesondere zu den Wölfen, und zu ihrer Familie. In spiritueller Hinsicht verbindet diese Menschen und die Wölfe weit mehr als bloße Zuneigung. Alessandra liegt ihre Heimat und ihr Volk sehr am Herzen. Sie träumt aber auch von der wahren Liebe, von dem Einen, der ihr Leben komplettiert. Gewissenhaft folgt sie den Pflichten, die ihre Thronfolge mit sich bringt. Dass ihr Schicksal als Königin jedoch bedeuten könnte, dass sie zum Wohle ihres Volkes auf die große Liebe verzichten muss, wird ihr erst bewusst, als sie Baldur trifft.

Im Laufe der Geschichte hinterfragt sie immer mehr die Dinge und muss feststellen, dass man ihr trotz ihrer Stellung als Thronfolgerin Informationen vorenthält oder versucht, diese zu verschleiern. Aus diesem Grund befreit sie sich von den Zwängen, die ihre Position als Prinzessin und künftige Königin mit sich bringt und entscheidet sich für ein freibestimmtes Leben und für die Liebe. Das bedeutet aber auch, dass sie sich gegen ihren Vater, König Karlus von Rothwald, und ihre gesamte Familie stellen muss. Ihre Entscheidung ist letztlich wegweisend für ihre weitere Entwicklung und den Weg, den sie im zweiten Band gemeinsam mit Baldur gehen wird.

 

 

 

Baldur

 

Er ist ein Fürst der Steinengel und direkter Nachfahre von Demetrion, ihrem Urvater. Der gewaltsame, plötzliche Tod seiner Mutter vor vielen Jahren veränderte seinen Vater und sein Leben für die Ewigkeit. Der frühe Tod der Mutter und der Verlust des Vaters, der in Verzweiflung verfallen war und ein frevelhaftes Ziel verfolgte, bestimmten Baldurs Entwicklung vom Knaben bis zum jungen Erwachsenen. Als Demetrion endlich sein Ziel erreicht hatte, war Baldur 17 Jahre alt. Seit diesem Tag ist er keinen Tag mehr gealtert, obgleich dies beinahe 200 Jahre her ist. Er ist zu einem Steinengel geworden, nicht wirklich am Leben und doch nicht tot. Denn sein Vater hat es geschafft, den Tod und das Alter zu bezwingen. Der Preis ist ein Leben ohne den wichtigsten Teil des Körpers. Das Herz. Die Existenz der Steinengel wird nur noch vom Kopf und der Seele gesteuert. Um seine geliebte Frau zurück ins Leben zu holen, hat Demetrion alle seine Fähigkeiten und Wissenschaften eingesetzt. Für Seraphina war es jedoch zu spät. Doch aus hasserfüllter Verzweiflung arbeitete Demetrion wie besessen weiter, bis er nicht nur seine Familie vom Tod befreit hatte. Die Schuld am Verlust seiner großen Liebe gibt Baldurs Vater den Wolfsherzen, und er will Rache für Seraphinas Tod.

Dadurch dass Alessandra zum Spielball für die Rachepläne seines Vaters werden soll und Baldur zum Mithelfer wird, kreuzen sich ihrer beider Lebenswege. Durch die Liebe zur Prinzessin entdeckt der Fürstensohn was Leben für ihn bedeuten kann. Auch er befreit sich von den Zwängen, die sein Dasein mit sich bringt und von der Bestimmung, die ihm Demetrion zugedacht hat. Mit seiner Entscheidung stellt auch er sich gegen seinen Vater und seine Familie. Durch Alessandra fällt letztlich aller Gram gegenüber seinem Leben und Schicksal von ihm ab. Baldur verändert sich letztlich äußerlich und innerlich. Werte wie Liebe, Freundschaft, Güte, Vergebung und Hilfsbereitschaft gewinnen für ihn wieder an Bedeutung. Den einstmals zügellosen, drakonischen und melancholischen Fürsten gibt es am Ende der Geschichte nicht mehr. Und es geschieht, was keiner je für möglich gehalten hat, Baldurs Herz beginnt ganz langsam wieder zu schlagen.

 

Finnroth

 

Der junge Prinz stammt aus Thaliyand und ist Nachfahre der amtierenden Königing Lilijana und ihrem Gefährten Fayn. Trotz seines etwas untypischen Äußeren, ihm fehlen die markanten spitzen Ohren, gehört er zu den Spitzohren. Finn ist tapfer, großmütig und heiter. Er kümmert sich um das Wohlergehen seiner Familie und seines Landes. Sein Bild von der Welt und von sich selbst gerät jedoch ins Wanken, als er schließlich aufgrund der Geschehnisse, welche die Steinengel ausgelöst haben, erfährt, dass er Anspruch auf den Thron der Wolfsherzen hat. Er beschließt sein Schicksal und die damit verbundene Verantwortung gegenüber seinem neuen Volk anzunehmen und begibt sich nach Rothwald. Im Prinzip ist er das männliche Pendant zu Alessandra. Doch Ehrgefühl und Pflichtbewusstsein verändern ihn zum Negativen. Auf seinem Weg wird er eingebildet und überheblich, besessen von einer Macht, die ihm nur bedingt zusteht. Argwohn und Ablehnung, die ihm von König und Volk entgegengebracht werden, tun ihr Übriges für die schlechte Wandlung seines Charakters. Bei seiner Ankunft fühlt er sich eigentlich als heldenhafter Retter des Reiches der Wolfsherzen. Der 21-Jährige beharrt deswegen standhaft auf seinen Anspruch und setzt alles daran, diesen geltend zu machen. Dazu fordert er die Hand der Thronerbin. Doch die eigentliche Bewunderung und Verehrung für Alessandra schlagen um, als Spione an den Königshof von den Ereignissen in Kapitall und ihrem Umgang mit den Steinengeln berichten. Finn lehnt eine Verbindung mit der Prinzessin schließlich ab und möchte den Thron der Wolfsherzen für sich allein. Die Umstände stimmen ihn siegessicher und machen aus dem netten, charmanten Prinzen einen unerbittlichen und despotischen Herrscher.

 

Wer in die Geschichte einmal reinlesen möchte, der findet hier unten eine Leseprobe.

Es handelt sich dabei um einen Auszug aus dem vierten Teil "Das Felsengebirge Gefängnis des ewige Lebens".

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